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Performance-Update

Juni-Rückblick: +4.000 $ im Trading, warum ich trotzdem vorsichtig bleibe

13.07.2026 · 5 Min. Lesezeit

Der Juni ist vorbei, und damit auch das erste Halbjahr 2026. Zeit, einen genauen Blick auf die Zahlen zu werfen: auf die Equity-Kurve, den Drawdown und die Frage, was ein außergewöhnlich starker Monat eigentlich bedeutet.

Nach einem leicht positiven April und einem leicht negativen Mai war der Juni ein Monat der Extreme, erst zwei Wochen Stillstand, dann ein Anstieg fast im Alleingang. Genau dieser Wechsel zeigt, warum ein einzelner Monat für sich genommen wenig aussagt.

Die ersten zwei Wochen: Seitwärts statt Fortschritt

Die ersten elf Tage im Juni waren geprägt von einer Seitwärtsphase, leicht im Plus, aber kaum spürbarer Fortschritt. Genau solche Phasen kosten im Trading am meisten Geduld, nicht die Verlustphasen, sondern die, in denen scheinbar nichts passiert.

Wer neu im Trading ist und diese Erfahrung noch nicht selbst gesammelt hat, tappt in solchen Momenten oft im Dunkeln: Ist das jetzt eine normale Marktphase oder liegt es an der Strategie? Ohne einen längeren Track Record fehlt die Grundlage, das einzuordnen.

Vom 11. bis zum 22. Juni: der Ausbruch

Ab Mitte des Monats änderte sich das Bild abrupt: Zwischen dem 11. und dem 22. Juni ging es nahezu ohne Unterbrechung nach oben, von etwa Break-even auf rund 3.000 $ plus, in einem Zug, ohne nennenswerten Verlusttrade dazwischen.

Solche Phasen sind selten und keineswegs der Normalfall. Sie sind der Grund, warum sich frühere, schwächere Monate am Ende ausgleichen, aber sie sind kein Muster, auf das man sich verlassen sollte.

Der Drawdown: 900 $ in drei Tagen

Zwischen dem 8. und dem 11. Juni gab es einen Rückgang von knapp 900 $, genau an der Spitze der zuvor aufgebauten Gewinne. Ein Rücksetzer, der sich anfühlt, aber im Kontext des gesamten Monats gut zu verkraften war.

Entscheidend ist dabei weniger die Zahl selbst als die Frage: Bleibe ich in so einer Phase entspannt, oder gerate ich unter Druck? Genau diese Frage taucht regelmäßig im Mentoring auf, und der Austausch mit anderen hilft, solche Phasen richtig einzuordnen, statt sie als Ausnahmefehler zu deuten.

Die Zahlen im Detail

93 Trades im Juni, gehandelt mit einem Konto und einem Kontrakt, bewusst die kleinstmögliche Positionsgröße, um realistisch zu zeigen, was auch mit begrenztem Kapital möglich ist.

Die Trefferquote wird bewusst konservativ berechnet: nur Gewinntrades im Verhältnis zur Gesamtzahl der Trades, Break-even-Trades zählen nicht als Erfolg. Das drückt die Quote zwar nach unten, bildet die Realität aber ehrlicher ab.

Der Profitfaktor lag bei 2,21, deutlich über dem eigenen langfristigen Schnitt von rund 1,5. Das Bruttoergebnis von 4.000 $ reduziert sich nach Kommissionen (rund 4,18 $ pro Trade bei 93 Trades) auf ein Netto von etwa 3.600 $.

Fazit

Ein starker Monat wie dieser ist kein Grund zu skalieren oder das gesamte Ergebnis auszucashen. Der Puffer, der jetzt entstanden ist, federt spätere schwächere Phasen ab, und die kommen erfahrungsgemäß wieder. Wer zu viel entnimmt und dann in eine Drawdown-Phase gerät, riskiert bei Evaluierungskonten sogar den Verlust des gesamten Kontos.

Der nächste Verlustmonat wird kommen, genauso transparent wie dieser hier gezeigt. Genau dieser langfristige, ehrliche Blick auf die Zahlen ist wichtiger als jedes einzelne Monatsergebnis.

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