Trading-Grundlagen
Was sind Futures?
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Wer mit Trading anfängt, hört oft zuerst von Aktien oder CFDs. Futures sind in der öffentlichen Wahrnehmung weniger präsent, obwohl sie an den großen Finanzbörsen der Welt zu den meistgehandelten Instrumenten gehören.
Was Futures sind, wie sie funktionieren und warum ich sie für meinen Trading-Ansatz verwende: das beantwortet dieser Artikel.
Was ein Future ist
Ein Future ist ein Vertrag über einen zukünftigen Kauf oder Verkauf zu einem heute festgelegten Preis. Ursprünglich wurden Futures für Rohstoffe entwickelt: Ein Bauer vereinbarte im Frühjahr, seine Ernte im Herbst zu einem bestimmten Preis zu verkaufen. Der Käufer sicherte sich damit den Preis, der Bauer seine Einnahmen.
Heute werden Futures auf fast alles gehandelt: Aktienindizes, Rohstoffe, Währungen, Anleihen. Als aktiver Trader interessiert man sich dabei nicht für die physische Lieferung, sondern für die Kursbewegung des Kontrakts selbst.
Wie Futures sich von Aktien und CFDs unterscheiden
Aktien verbrieft einen Unternehmensanteil. Wer Aktien kauft, wird Miteigentümer eines Unternehmens. Futures haben mit Eigentum nichts zu tun, sie sind Verträge über Preisbewegungen.
CFDs, also Contracts for Difference, funktionieren ähnlich wie Futures in der Praxis, aber mit einem wichtigen Unterschied: CFDs werden nicht an einer regulierten Börse gehandelt, sondern direkt mit dem Broker. Das bedeutet, der Broker ist die Gegenseite jedes Trades. Bei Futures an einer regulierten Börse ist das nicht so.
Warum Futures für aktive Trader interessant sind
Zwei Eigenschaften machen Futures für meinen Ansatz besonders interessant: Transparenz und Liquidität.
Transparenz bedeutet: Futures werden an regulierten Börsen gehandelt, zum Beispiel an der CME in Chicago. Alle Preise, alle Umsätze, alle Transaktionen sind öffentlich. Es gibt keinen Broker, der gegen mich handelt. Ich sehe denselben Markt wie jeder andere Marktteilnehmer.
Liquidität bedeutet: Die großen Futures-Märkte haben täglich riesige Handelsvolumina. Positionen können schnell und zu fairen Preisen eröffnet und geschlossen werden, ohne dass die eigene Order den Markt bewegt.
Was der Hebel bei Futures bedeutet
Futures haben einen eingebauten Hebel: Man hinterlegt nur einen Bruchteil des Kontraktwerts als Sicherheitsleistung, die sogenannte Margin. Das bedeutet, kleinere Kursbewegungen haben einen größeren Effekt auf das eingesetzte Kapital, in beide Richtungen.
Dieser Hebel ist ein Werkzeug, kein Garant für höhere Gewinne. Wer ohne Risikomanagement mit Futures handelt, kann schnell mehr verlieren, als er erwartet hat. Richtig eingesetzt ermöglicht der Hebel, auch mit begrenztem Kapital sinnvoll am Markt aktiv zu sein.
Welche Futures werden am häufigsten gehandelt?
Zu den bekanntesten gehören der E-mini S&P 500 (ES), der Nasdaq 100 Future (NQ) und der Micro-Kontrakt des S&P 500 (MES), der für Einsteiger mit kleinerem Kapital geeignet ist. Diese Kontrakte bilden die Entwicklung der großen US-Aktienindizes ab und gehören zu den liquidesten Märkten der Welt.
Fazit
Futures sind ein professionelles Handelsinstrument mit langer Geschichte. Was sie für aktive Trader interessant macht, ist die Kombination aus Transparenz, Liquidität und der Möglichkeit, von Kursbewegungen in beide Richtungen zu profitieren.
Wer mit regelbasiertem Trading anfangen will, sollte Futures als ernstzunehmende Option kennen und verstehen, auch wenn sie am Anfang weniger bekannt wirken als Aktien oder CFDs.